Datenautomatik bei Handytarifen: Anbieter, Kosten, Deaktivierung und Rechtslage

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Datenautomatik bei Handytarifen: Anbieter, Kosten, Deaktivierung und Rechtslage

Datenautomatik bei Handytarifen - Anbieter, Kosten, Deaktivierung, Rechtslage

Die Datenautomatik findet sowohl bei o2, Vodafone und Drillisch Anwendung. Lt. Landgericht München ist die Datenautomatik unzulässig. Telefonica ging dagegen in Berufung. Damit gibt es noch kein rechtskräftiges Urteil. Nutzer von Handytarifen können die Datenautomatik aber in den meisten Fällen abwählen.

Was ist die Datenautomatik?

Handytarife in Deutschland sind, sofern sie nicht je MB oder Minute abgerechnet werden, mit einem monatlichen Datenvolumen versehen. Ist dieses erreicht wird die Internetgeschwindigkeit des Handytarifs für den Rest des Monats gedrosselt.

Klassisch kann man weiteres Datenvolumen gegen Aufpreis freischalten lassen.
Bei der Datenautomatik wird automatisch weiteres Datenvolumen freigeschaltet. Bis zu dreimal im Monat. Dies gilt für alle Anbieter einer Datenautomatik.

Welche Zusatzkosten kann die Datenautomatik verursachen?

Je Nachbuchung zahlt man zwischen zwei und 5 Euro. Damit ergeben sich monatliche Zusatzkosten von bis zu 15 €.

Im Detail:

2 € je Nachbuchung a 100 MB bei BASE, Drillisch, o2 Blue Basic, o2 Blue Smart und o2 Blue All-in S

3 € je Nachbuchung a 250 MB bei den Vodafone RED Tarifen (dort SpeedGo genannt), dem o2 Blue All-in M und All-in L

5 € je Nachbuchung a 750 MB beim o2 Blue All-in XL und o2 Blue All-in Premium.

Die Datenautomatik kann in der Regel deaktiviert werden. Wie das geht lesen Sie in folgenden Beitrag: Datenautomatik deaktivieren bei Vodafone, o2, BASE und Drillisch (extern).

Bei Aktionsangeboten von Drillisch kann die Datenautomatik nicht deaktiviert werden, wenn diese als "fester Tarifbestandteil" ausgewiesen ist.

Die aktuelle Rechtslage

Nach einer Klage der Verbraucherzentrale hat das Landgericht München die Datenautomatik als unzulässig erklärt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. O2 und eplus Eigner Telefonica ging dagegen in Berufung. Laut Ansicht von Telefonica bezieht sich das Urteil auf das automatische Tarifupgrade nach dreimaliger Überschreitung des Datenvolumens. Dieses ist aber nicht mehr Bestandteil der Datenautomatik. Die Datenautomatik, sprich das bis zu dreimalige Nachbuchen, sieht Telefonica als „Bestandteil der Hauptleistung“ des Tarifs und nicht als unabhängige Zusatzleistung.

Somit muß die nächste Instanz entscheiden, ob Tarife mit Datenautomatik weiterhin Bestand haben in Deutschland oder nicht.

Welche Konsequenz haben wir daraus gezogen?

In unseren Handytarif und Handyflat Vergleichen haben wir [x] ohne Datenautomatik voreingestellt. Entfernt der Nutzer das Häkchen gehen wir davon aus, dass er sich möglicher Zusatzkosten bewusst ist. Nur dann werden die Tarife mit Datenautomatik in den Tarifvergleichen auf clever-telefonieren.de berücksichtigt.

09.03.2016 von Torsten Leidloff
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