Prepaid Tarife Smartphone und die veränderte Nutzung von Prepaid Karten

Mobilfunk

Prepaid Tarife Smartphone und die veränderte Nutzung von Prepaid Karten

Prepaid Tarife immer häufiger mit Optionspaketen gebucht

Kaufte ein Großteil der Prepaid Kunden noch vor drei, vier Jahren eine Prepaid Karte und lud Guthaben auf, um es dann zu vertelefonieren, SMS zu schreiben oder mal ins Internet zu gehen bucht heute ein Großteil der Nutzer eine Smartphone- oder Datenoption mit monatlichen Freieinheiten und Datenvolumen. Damit reduziert sich der Unterschied zu einem Vertragstarif mit kurzer Laufzeit gegen Null.

Dies dürfte auch die Zahl der rückläufigen Prepaid Kunden (Link) im Deutschen Mobilfunkmarkt erklären.

Mit der zunehmenden Zahl an Smartphones wurde das Datenvolumen immer entscheidender. Zwar gibt es beim Großteil der Prepaid Karten in der Basis Ausführung nach wie vor einen Preis je MB. In manchen Fällen auch noch je Minute.

Allerdings ist es, wenn man ein Smartphone besitzt aus Kostengesichtspunkten ratsam monatliches Datenvolumen und seien es nur 100 MB hinzuzubuchen, da so überraschende Kosten durch mobile Datennutzung im Inland ausgeschlossen sind.

Hat man dieses in einem Monat erreicht wird die Geschwindigkeit des Internetzugangs gedrosselt. Damit sind Dienste wie das schauen von Youtube Videos oder die Nutzung datenintensiver Apps zwar nur sehr eingeschränkt, wenn überhaupt möglich. Dafür entstehen aber, wenn man dies nicht wünscht keine weiteren Kosten. Es sei den man folgt den SMS die man von den meisten Anbietern bei Überschreiten erhält, die einem kostenpflichtig die Möglichkeit geben weiteres Datenvolumen freizuschalten.

Für Dienste wie den Versand von Textnachrichten (E-Mail, WhatsApp, etc.) und das Aufrufen einfacher mobiler Internetseiten reicht in der Regel auch die gedrosselte Geschwindigkeit.

Will man als Smartphone Nutzer keine solche kostenpflichtige Prepaid Option buchen bleibt einem noch die Möglichkeit das mobile Internet beim Anbieter sperren zu lassen, damit es nicht versehentlich zur Nutzung von mobilen Internet kommen kann. Es läßt sich dann aber auch nicht auf die Schnelle mal zu oder abschalten.

Eine Alternative ist in dem Fall die Prepaid Karte von Netzclub. Bei dieser erhält man durch Werbung finanziert monatlich 100 MB Datenvolumen kostenlos.

Neben dem mobilen Internet werden auch die Einheitenpakete für Telefonate und immer seltener für SMS – deren Aufkommen generell rückläufig ist – gebucht. Weiß man ungefähr wieviel Minuten man im Schnitt je Monat braucht (Siehe auch unseren Beitrag, zur Ermittlung des eigenen Bedarfs) ist die Buchung von Freiminuten günstiger. So zahlt man bei Congstar beispielsweise regulär ohne Freieinheiten 9 Cent. Bucht man monatlich 100 Minuten kosten diese 2 €, was bei Ausnutzung der 100 Minuten je Monat einem Minutenpreis von 2 Cent entspricht. Bei 500 Minuten und deren monatlichen Verbrauch sinkt der Minutenpreis auf 1,6 Cent. Verbraucht man die Minuten nicht wird der effektive Minutenpreis allerdings deutlich höher. Hat man 500 Minuten gebucht und telefoniert in einem Monat mal gar nicht hat man 8 € umsonst ausgegeben.

Durch die Buchung solcher Optionen werden die Prepaid Tarife Handyverträgen mit kurzer Laufzeit immer ähnlicher. Insbesondere dann, wenn man die Guthabensaufladung automatisch vornimmt. Preislich macht dies kaum einen Unterschied, wie ein Blick in den Handytarif Vergleich zeigt.

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man einen Handytarif mit kurzer Laufzeit wählt, der mit einer Datenautomatik versehen ist. Bei der Datenautomatik wird Datenvolumen automatisch nachgebucht, sobald das Inklusivdatenvolumen überschritten wird. Das ganze in der Regel bis zu dreimal.So entstehen Zusatzkosten von bis zu 6 € monatlich. Die Datenautomatik kann aber bei den meisten Tarifen deaktiviert werden (wie es geht).

18.05.2016 von Torsten Leidloff
Prepaid Tarife Smartphone und die veränderte Nutzung von Prepaid Karten
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