Mobilfunkanbieter wechseln – Kündigung, Rufnummernmitnahme, Handy mit Vertrag

Ratgeber

Mobilfunkanbieter wechseln – Kündigung, Rufnummernmitnahme, Handy mit Vertrag

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Die meisten Handynutzer in Deutschland haben bereits ein Handy und damit auch einen Handytarif. Meist wollen sie bei einem Wechsel ihre Handynummer mitnehmen. Nach wie vor kaufen viele Kunden das Handy mit Vertrag. Zu Recht? Worauf beim Wechsel zu achten ist erfahren sie in folgendem Beitrag.

1. Zuerst zur Frage: Handy mit Vertrag, ja oder nein?

Es gibt sie die Schnäppchen, bei denen das Handy in Summe mit Vertrag günstiger ist. In den meisten Fällen zahlt man aber drauf. Daher unsere Empfehlung: Prüfen, was man insgesamt in Summe zahlt. Oft ist dann der Einzelkauf von Vertrag und Handy günstiger. Unsere Empfehlung zum Handykauf ohne Vertrag: notebooksbilliger. In vielen Fällen bekommt man dort auch eine Nullprozentfinanzierung fürs Handy, so daß man die Kosten wie beim Handy mit Vertrag über eine längere Laufzeit strecken kann.

2. Neuen Anbieter finden - Welcher Tarif paßt zu Ihnen?


Drei Kriterien sind entscheidend: der Bedarf, das Netz und der Preis.

Der Bedarf: Wissen Sie was Sie für einen Tarif brauchen? Die meisten wissen es nicht. Für Nutzer von Android Smartphones haben wir eine kostenlose Android App - den DCS Monitor - gebaut, die einmal auf dem Smartphone installiert, den eigenen Bedarf ermittelt. Zum Download. Unsere Empfehlung: Installieren Sie die App mit Vorlauf, denn je länger die App installiert ist, desto besser werden die Ergebnisse.
Sie kennen Ihren Verbrauch? Dann können Sie entsprechend Ihrer Wahl unseren Prepaid Vergleich, den Handytarif Vergleich oder den Handyflatrate Vergleich nutzen.

Das Netz: In Deutschland gibt es mittlerweile drei Netzbetreiber: Telekom, Vodafone, Telefonica (o2/eplus). Alle drei bauen ihre Netze kontinuierlich aus. Schaut man auf die Mobilfunknetztests von Connect, Chip oder Computerbild schneidet die Telekom immer am besten ab. Will man sicher gehen schaut man besser noch auf den Verfügbarkeitskarten der Netzbetreiber oder installiert sich eine App mit der man die Verfügbarkeit dort prüfen kann wo man das Handy braucht. Mehr dazu in unserem Beitrag: Das richtige Netz - Welches Mobilfunknetz paßt zu Ihnen?

Der Preis: clever-telefonieren.de vergleicht seit 1998 die Preise der Mobilfunktarife auf dem deutschen Markt. Mit der Bedarfsanalyse via DCS Monitor oder unserem Handytarif Vergleich finden Sie die günstigsten Tarife und haben dort auch die Möglichkeit, die meisten Tarife direkt online zu bestellen.

3. Anbieter wechseln

Musterkündigung: Will man seinen Anbieter wechseln muß man bei einem bestehenden Handyvertrag diesen kündigen. Hier ein Musterkündigungsschreiben (ohne Rufnummernmitnahme). Bei der Kündigung sind Mindestvertragslaufzeiten und Kündigungsfristen des bestehenden Vertrags zu beachten. Mehr dazu im Beitrag: Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen (extern).

Bei einer Prepaid Karte ist dies nicht notwendig. Ist noch Guthaben auf der Prepaid Karte kann man sich dieses erstatten lassen.

Rufnummernmitnahme: Laut Gesetz (TKG) besteht ein Anspruch auf die Mitnahme der Rufnummer bei Anbieterwechsel. Damit dies möglich ist müssen die Adressdaten beim alten Anbieter identisch den Angaben beim neuen Anbieter sein.

Will man seine Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen muß man eine Rufnummernportierung beantragen:
- Musterschreiben für Handyverträge (Verzichtserklärung + Kündigung)
- Musterschreiben für Prepaid Karten (Verzichtserklärung + Auszahlung von Restguthaben)

Die Rufnummernportierung, wie der Prozeß der Rufnummernmitnahme heißt, sollte erfahrungsgemäß vor Vertragsende beim neuen Anbieter beauftragt werden, damit ein in der Regel nahtloser Übergang möglich ist. Achtung für die Herausgabe der Nummer berechnen der bisherige Anbieter in der Regel eine Portierungsgebühr. Diese kann einmalig bis zu 30 € betragen.
Bisherige Prepaid Karten Nutzer, sollten diesbezüglich darauf achten, dass noch genug Geld auf der alten Prepaid Karte ist, damit die Portierungsgebühren beglichen werden können. Nur dann erfolgt die Portierung.

Funktioniert eine Portierung nicht, so ist der alte Anbieter verpflichtet den Nutzer weiterzuversorgen, bis alle vertraglichen und technischen Details geklärt sind. Gibt es doch Probleme bei der Rufnummernportierung kann man sich auch als Privatkunde an die Bundesnetzagentur wenden.

14.03.2017 von Torsten Leidloff
Mobilfunkanbieter wechseln – Kündigung, Rufnummernmitnahme, Handy mit Vertrag
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